Eichenprozessionsspinner

Was ist der Eichenprozessionsspinner (EPS)?

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.) kommt in der Regel an Stiel- und Traubeneiche sowie an der amerikanischen Roteiche vor. Bereits seit den 90er Jahren breitet sich der EPS immer weiter aus. Konzentrierte sich der Befall früher die Fränkischen Platte zwischen Schweinfurt, Würzburg und Ansbach so ist er heute bereits in Limburg und Umgebung verbreitet, mit der Tendenz sich weiter in den Norden Deutschlands auszubreiten.
Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt Einzelbäume, Bestandsränder und lichte, sonnendurchflutete  Eichenwälder. Er befällt jedoch bei Massenvermehrung auch große geschlossene Waldgebiete. Er gedeiht besonders gut in einem trockenen, warmen Klima.
Der EPS entwickelt vom Ei, über eine blattfressende Larve zu einem fliegenden Falter. Seine Entwicklung entscheidet sich also nicht wesentlich von anderen Falterraten.

Warum also muß der Eichenprozessionsspinner bekämpft werden?

Während seiner Raupenphase bildet der EPS  ab dem 3. von 5 Raupenstadium auf seiner Oberfläche ca. 0,1mm dicke Raupenbrennhaare die bei Hautkontakt extreme Verbrennungen verursachen. Eine einzige Altraupe besitzt bis zu 700.000 Brennhaare.  Diese können bei Wind bis zu 500m weit durch die Luft fliegen. Ein direkter Kontakt mit einem Nest ist also nicht nötig. Neben der Oberhaut reizen die eindringenden Brennhaare die Binde- und Schleimhäute mechanisch, zum anderen verursacht das enthaltene giftige Eiweiß eine allergische Reaktion, die bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark ausfällt. Hustenreiz und Schluckprobleme sind ebenfalls Symptome eines möglichen EPS-Kontaktes. Die gravierendste Auswirkung ist ein allergischer Schock. Besonders gefährdet sind Kleinkinder.

Der EPS ist also ein verkehrssicherheitsrechtliches Problem. Dies bedeutet, dass jeweilige Baumbesitzer dafür sorge zu tragen hat, daß die Öffentlichkeit nicht durch den EPS gefährdet wird.

Wie kann der Eichenprozessionsspinner bekämpft werden?

In den ersten beiden Raupenstadien reicht eine Bekämpfung mit einem zugelassenen Biozid aus. Dies bedeutet, daß auf möglichst dem gesamten Baum ein Spritzmittel aufgetragen werden muß. Die abgestorben Raupe kann dann auf dem Baum verbleiben. Ab dem 3 Raupenstadium ist es nötig, die Nester nach dem absterben der Tiere ebenfalls zu entfernen, da die toten Tiere immer noch eine latente Gefahr für den Mensch dar stellen.
Wichtig ist, daß der EPS frühzeitig erkannt wird und die jahreszeitlich richtige Maßnahme zur Bekämpfung durchgeführt werden kann.

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